Über 70 Verbesserungen hat Presonus seiner DAW Studio One im Update 4.5 spendiert (Übersicht aller Verbesserungen hier)! Das ich diese nicht alle im Detail vorstellen kann versteht sich wohl von selbst. Aber meine 5 Highlights – quasi 5 aus 70 – stelle ich Dir trotzdem heute vor. Und wenn Du andere Favoriten hast schreib sie mir gerne unter diesen Artikel oder unter das dazu gehörige Video bei Youtube.

Nummer 1: PlugIn-Manager

Wer wie ich seit einiger Zeit schon im PlugIn-Wahnsinn feststeckt, verliert über kurz odeer lang den Überblick. Und wenn wie bei mir auch noch mit AU- und VST-Format manche PlugIns doppelt die Liste vertsopfen freut sich nun noch mehr! Denn Presonus hat uns mit dem Update 4,5 einen PlugIn-Manager spendiert, der sich sehen lassen kann. Endlich kann man alles sortieren, aufräumen und vor allem übersichtlicher gestalten. Und letzten Endes ist die Zeit, die man zum Aufräumen investiert, mehr als gut angelegt. man spart einfach im Alltag ein vielfaches dieser Zeit wier ein, in dem man einfahc nicht dauernd suchen muss. Und dem kreativen Mix-Prozess hilft es auch! Den dieser wird nicht durch ständiger gesuche unterbrochen. Daher ist der PlugIn-Manager mein Highlight Nummer 1!

Nummer 2: Spuren sperren

Be der Nachbearbeitung speziell von Vocals gebe ich mir immer recht viel Mühe. Oft bereinige ich die Spuren, korrigiere ein paar kleinere Timing.Schwierigkeiten und auch schon mal den ein oder anderen Ton. Blöd nur, wenn man dann im Mix ist, über die DAW wuselt und nicht mitbekommt, dass man mit der Maus aus Versehen mal etwas im Arrangierfenster verschoben hat. Mir passiert das ständig und ich bin immer froh, wenn ich es merke und mit CMD-Z (auf dem PC STRG-Z) das schnell wieder rückgängig machen kann. Besser aber wäre, wenn das erst gar nicht passiert. Zu diesem Zweck führt das Update 4.5 von Studio One nun eine Funktion namens “Spuren sperren” ein. Einmal aktiviert (rechts-Klick auf die Spur und Spuren sperren anklicken), wir die Spur für weitere Bearbeitungen im Arrangier-Fenster gesperrt.  Damit gehört Aus-Versehen-Verschieben der Vergangenheit an. Top!

Nummer 3: Gruppen bearbeiten

Natürlich konnte man bisher schon verschiedene Spuren in Gruppen zusammenfassen und zusammen bearbeiten. Aber man konnte eben nicht sagen, welche spezifischen Punkte zusammen bearbeitet werden sollten und (noch wichtiger) welche nicht. fFür die Drum-Aufnahme mit vielen Spuren war es z.B. immer gut eine Gruppe aller betroffenen Spuren zu bilden. Diese hat dann zusammen aufgenommen und wurde auch gemeinsam bearbeitet. Ging es aber an den Mix, musste man die Gruppe händisch wieder auflösen, da ja auch Panorama oder Volume der einzelnen Spuren immer gemeinsam verändert wurde – unpraktisch. Endlich kann man nun für die Gruppen einzelnen Parameter aktivieren oder deaktivieren, die in der Gruppe bearbeitet werden sollen. Damit schließt Studio One im Update 4.5 endlich auch in diesem Bereich mit Logic Pro X auf.

Nummer 4: Eingangsbedienelemente

Ein langes Wort für zwei sehr praktische Zusatz-Knöpfe. War das Audiomaterial in der Spur etwas zu zurückhaltend aufgenommen, musste man bisher entweder per Clip-Gain oder mit dem PlugIn “Mixtool” den Pegel anheben. Und wenn man mal eben ausprobieren wollte, ob der Bass besser im Mix sitzt, wenn man die Phase im Verhältnis zur Bassdrum dreht, war auch das Mix-Tool erste Wahl. In jedem Fall aber mal wieder verbunden mit der suche nach dem passenden Hilfsmittel. Nun kann man aber in den Optionen vom Mixer einfach einen Zusatzhaken bei den Eingangsbedienelementen setzen und schon stehen in jedem Kanal i Mixer ein Gain-Knopf und ein Phasenschalter zur Verfügung. Einfach. Simpel. Praktisch!

Nummer 5: Sidechain-Auswahl direkt im Plugin

Mit Hilfe von Sidechaining kann man seinen Mix z.B. im Bassbereich oder auch bei den Vocals recht einfach klarer gestalten (wie zum Beispiel hier oder auch hier zu lesen). In Studio One waren dafür aber immer mehrere Schritte nötig, die den Umgang mit Sidechaining z.B. beim Kompressor unnötig kompliziert machten. Erst Kompressor in die Spur der Wahl laden, dann im Sidechain-Signal-Kanal einen Send auf dem Kompressor einrichten und dann den Kompressor einstellen. Für “mal eben ausprobieren” war das viel u kompliziert. Ab sofort kann man im Kompressor (oder jedem Sidechain-fähigen PlugIn) das Steuersignal direkt im PlugIn auswählen, den Rest macht Studio one von selbst! Mein absolutes Highlight und eine Zeitersparnis sonder gleichen. Ganz davon abgesehen, dass man nun auch mal etwas kreativ ausprobieren kann.

Das Studio One Update 4.5 Fazit

5 aus 70 habe ich ausgewählt, aber was sind Deine Highlights? Weniger CPU-Belastung bei Software-Instrumenten? Neue Bearbeitungsmöglichkeiten bei MIDI? Abspeichern von I/O-Einstellungen für verschiedene Audio-Interfaces? Schreib ´s uns gerne unter den Artikel. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was Dir in deinem Mix-Alltag davon am meisten hilft.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.