Behind the tracks, Mix-Praxis
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EQ-Basics Teil 2: Shelving Filter

In Teil 2 meiner Miniserie zum Thema EQ-Basics soll es heute um den zweiten Filtertyp gehen, der uns in den meisten EQ-Plugins angeboten wird, so aber auch in vielen Hardware-Geräten (aka Outboard) begegnet: Low-Shelve (oder Shelf) und Hi-Shelve-Filter.

Shelve-was?

Der Begriff „to shelve“ kommt aus dem englischen und bedeutet unter anderem verschieben, was man im weitesten Sinne mit diesem Filter auch macht. Im Deutschen nennt man diesen Filtertyp  Kuhschwanz- Filter und wenn man mal im EQ (mit grafischer EQ-Kurven-Anzeige) den Shelve-Filter im Gain ein wenig absenkt, sieht man auch sofort, warum dieser doch sehr bildliche Fachbegriff gewählt wurde: Ober oder unterhalb der gewählten Frequenz kann man mit den beiden Filtern nämlich den gesamten Frequenzbereich anheben oder absenken, was aussieht, wie ein gehobener oder gesenkter Kuhschwanz.

Und wofür?

Ich spreche in diesem Zusammenhang  gerne von einem „breiten Pinselstrich“, da man hier mit nur einem einzelnen Shelve-Filter einen sehr großen Frequenzbereich anheben oder absenken kann, nämlich alles unterhalb (low-shelve) oder oberhalb (high-shelve) der gewählten Frequenz. Die Steilheit mit der das Filter hierbei eingreift kann man meist zwischen 6 db und 24 db / Oktave einstellen. Mit anderen Worten: bei 6 db pro Oktave hat man einen recht flachen, natürlich-klingenden Verlauf der Filterkurve, bei 12 oder 24 db / Oktave einen sehr raschen und steilen Verlauf der Filterkurve und damit auch der zu bearbeitenden Frequenzen.

Wie klingt´s?

Man kann damit recht einfach mehr oder weniger Bässe / Höhen in ein Signal zaubern, darf aber nicht vergessen, dass sämtliche Frequenzen ober- oder unterhalb der Grenzfrequenz betroffen sind. Das bedeutet zum Beispiel, dass bei einer Anhebung im Tiefbass-Bereich  die Anhebung auch durch bis 20 hz geht, was man sinnvollerweise mit einem Sicherheits-LowCut bei 20 – 30 hz abfangen sollte. Wie man das Ganze „in echt“ einsetzt, kannst du dir aber auch in meinem Youtube-Video „EQ-Basics Teil 2“ ganz in Ruhe ansehen und anhören und wenn es Dir gefällt, freue ich mich über einen Daumen hoch und einen netten Kommentar oder eine Anregung in den Kommentaren unterhalb des Videos, aber natürlich auch  unterhalb dieses Beitrags 🙂

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