Du sitzt im Auto, hörst Deinen Lieblingssong und denkst: Wie gerne würde ich mal in die DAW-Session dieses Songs reinschauen. Mal stöbern und herausfinden, welche geheime Zutat, welches Wunder-PlugIn und welche PlugIn-Kette auf der Stimme verwendet wurde, um aus einem Song den Klang eines Welthits herauszukitzeln. Genau das machen wir mit dem Welthit “Ocean Eyes” von Billie Eilish, komponiert und produziert von ihrem kongenialen Partner und Bruder (!) Finneas O’Connell.

Wie kommst Du an die einzelnen Spuren von Ocean Eyes?

Apple, verantwortlich für Logic Pro X, haut mit jedem größeren Update ach einen Demo-Song raus, den sich alle LPX-Nutzer herunterladen und im Detail anschauen können. In Version 10.4 war das ein Song des Künstlers Beck und in der aktuellen Version 10.5 ist es eben Ocean Eyes von Billie Eilish. Und damit kann nicht nur ich, sondern jeder Logic Benutzer sich die Spuren im Detail anschauen und herausfinden, was ich Dir im Video zu diesem Artikel auch alles zeige.

Falls Du aber jetzt denkst, dass Dich Logic Pro X nicht interessiert, weil Du Cubase, Pro Tools, Studio One, FL Studio oder Ableton Live benutzt, dann empfehle ich Dir trotzdem dabei zu bleiben. Denn die Tricks, Plugins und Automationen, die Finneas wählte, sind auf alle DAWs am Markt übertragbar. Die DAW ist ja auch eigentlich nur das Transportmittel und die Methoden sind überall gleich – der Inhalt macht den Unterschied!

Logic Pro X Demo Ocean Eyes

Logic Pro X Demo Ocean Eyes

Was kann man aus der Session von Ocean Eyes alles lernen?

Neben den reinen PlugIn-Einstellungen wie EQ und Kompressor, findest Du u.a. auch die Synthesizer-PlugIns, die für diesen Titel genutzt wurden und erfreulicherweise sind diese alle aus dem Bestand von Logic Pro X. Du musst Dir also nicht teure PlugIns wie Serum oder ähnliche zulegen, um die Session zu öffnen oder im Original zu hören. Es reicht ein Standard Logic mit Alchemie, RetroSynth, Sampler und Ultrabeat. Die Erkenntnis dabei genau so faszinierend wie ernüchternd:

Für einen Welthit reicht eine Standard-DAW ohne zusätzliche PlugIns

Tja, ich bekenne mich schuldig. Auch ich sitze immer wieder den schillernden Versprechungen der PlugIn-Hersteller auf, aber auch mit denen habe ich noch keinen Welthit geschrieben. Mit anderen Worten, die Magie findet vor dem Rechner bzw. vor dem Mikrofon statt. Punkt. Bei uns im Münsterland heißt es immer spöttisch “Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, dann liegt es an der Badehose”. Mit anderen Worten: Mit der nötigen Kreativität, Phantasie und Vision gepaart mit einet tollen Interpretin / einem tollen Interpreten ist auch mit Bordmitteln alles möglich, auch ein Welthit!

LPX Session Ocean Eyes von Billie Eilish

LPX Session Ocean Eyes von Billie Eilish

Was genau zeigst Du im Video zur Session von Ocean Eyes?

Wir schauen und hören uns alle Spuren inklusive Plugins genau an. Du kannst an jeder Stele anhalten und Dir die genauen PlugIn-Einstellungen anschauen, um zu sehen wie viel oder wie wenig tatsächlich bearbeitet wurde. Zusätzlich hören wir an wichtigen Spuren mit und ohne Plugins, und nach allen Spuren und Automationen blicken wir noch auf die einzelnen Takes der Aufnahmen (bis zu 45!) und am Ende die Plugins im Masters.

Also viel zu sehen, fast eine Stunde Video und wenn Dir so ein intensiver Blick auf eine Mix-Session gefällt, findest Du seit August 2020 monatlich immer auch einen noch intensiveren Blick auf meinen Mix der “Stems des Monats”, also den “Mix des Monats”, den Du mit einem Klick hier findest.

PREMIUM MIX des Monats

PREMIUM MIX des Monats

Ausführlich bei Youtube

ich gehe heute und hier mal nicht ins Detail, denn in diesem Fall sagt das Video tatsächlich mehr als 1000 Worte. Wenn’s Dir gefällt lass es mich gerne wissen und nun viel Spaß mit dem Blick hinter die Kulissen bei Billie Eilish und Ocean Eyes:

 

 

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