Wer hat es nicht schon mal erlebt: Du schraubst seit diversen Stunden an der letzten Hit-Produktion, der nächste Speicherpunkt ist gefühlt mehrere Jahre her und plötzlich stürzt der Rechner beim Laden des 253. PlugIns ab. Es hilft nur noch ein Neustart und die ganze Arbeit ist weg. Arbeit ist ja noch nachholbar, aber die kreative Leistung kann man nicht unbedingt in gleicher Qualität abrufen. Noch schlimmer, wenn auch ein paar geniale Aufnahmen dem Absturz zum Opfer fallen. Das selbe gilt für einen Stromausfall, der auch schon den ein oder anderen vermeintlichen Nummer 1-Hit in den Orcus gerissen hat …

Guter Rat ist (nicht) teuer

Nach diversen Stromausfällen in unserem alten Haus und noch mehr verlorenen genialen Musikergüssen habe ich mir eine USV zugelegt – eine „unterbrechungsfreie Stromversorgung“. Diese ist nun genau wie die Batterie im Laptop zwischen Rechner und Stromnetz geschaltet und sorgt dafür, dass mein Computer jeden Sromausfall ohne Datenverlust übersteht. Denn sobald die Netzspannung fehlt, springt die Batterie der USV blitzschnell ein und gibt mir (je nach Kapazität) zumindest die Zeit, die ich benötige um einmal abzuspeichern und den Rechner geordnet. Aber das hilft natürlich nicht bei einem PC-Absturz!herunterzufahren.

„Safe Du Arsche“

Keine andere Überschrift hat sich mehr in mein Hirn gebrannt als diese. Sie stand auf einem Tesa-Krepp-Band direkt oben am Monitor unseres 1990er Atari ST, auf dem damals das Sequenzer-Programm unseres Keyboarders lief (lieber Gruß an Uwe an dieser Stelle!). Es hieß Notator, war der Ur-Vater von Logic und der Aufkleber sollte uns bei der Arbeit am Rechner daran erinnern, regelmäßig abzuspeichern – zumindest so regemäßig, dass bei einem nicht unwahrscheinlichen Absturz oder Stromausfall möglichst wenig Arbeit flöten geht.

Aus dieser Zeit stammt meine Angewohnheit in sehr kurzen Abständen die Tastenkombination „CMD + S“ zu drücken. Denn diese speichert in so ziemlich jedem Programm auf einem Apple die bisherige Arbeit. Auf dem Windows-PC ist es „STRG + S“ und wenn man sich erst mal angewöhnt hat, diese Kombi in kurzen Zeitabständen immer und immer wieder unbewusst zu drücken, dann verliert auch der übelste „Bluescreen of Death“ seinen Schrecken, denn man hat ja gerade noch gespeichert!

Aus Schaden wird man klug

Diese beiden Methoden schützen zwar nicht vor Diebstahl, Brand oder Festplatten-Defekt – dafür sollte immer mindestens ein externes Backup angelegt sein – aber Arbeitsverlust durch widrige Umstände kann man so zumindest weitgehend vermeiden.

Trag Dich hier ein:
HIER ANMELDEN!

Halt, nicht weglaufen! 

Möchtest Du auch den RB-Newsletter haben?

Bleib auf dem Laufenden bei neuen Videos, Blog-Einträgen, Verlosungen, Angeboten und vielem mehr