Sprachbearbeitung ist im Prinzip nichts anderes als Gesangsbearbeitung. Der einzige Unterschied ist, dass man das gesprochene Wort in der Regel nicht in einen komplexen Mix einpassen muss, um dann auch noch dafür zu sorgen, dass alles klingt, als wenn die Band im selben Raum zusammen gespielt hat.

Trocken wie Löschpapier

Das bedeutet, dass Delay oder Hall bei der Bearbeitung normaler Sprechstimmen keine Relevanz haben. Stattdessen konzentriere ich mich bei der Bearbeitung auf die Grundlagen, und das bedeutet in PlugIns gesprochen: Equalizer, DeEsser, Compressor und Limiter.

Mit dem Equalizer entferne ich mit der Subtraktiven EQ-Methode alles, was nicht nach schöner Stimme klingt (tiefe Bässe, pappige oder nervige Mitten) und kontrolliere, ob ich eventuell noch ein wenig mehr Brillianz (mehr Höhen) haben möchte. Anschließend nutze ich den DeEsser um die schärfsten „S“-Laute abzumildern. Der oder die anschließenden Kompressoren reduzieren die Dynamik in der Form, dass sich die leisesten und die lautesten Passagen nicht zu deutlich im Pegel unterscheiden und immer jedes Wort gut zu verstehen ist. Der finale Limiter bringt das Ganze noch auf radiotaugliche Lautstärke und hebt so weit an, dass die Spitzen um bis zu 3 db abgeschnitten werden und die gesamte Lautheit so gut ist, dass der geneigte Zuhörer nicht voll aufdrehen muss!

Kein Hexenwerk

Damit sind die Grundlagen der Stimmbearbeitung auch schon abgedeckt. Wenn Du Dich nun fragst, was genau ein guter Sound für eine Sprechstimme ist, dann lade Dir doch parallel zu Deiner Stimme mal den Sprecher Deines Lieblings-Hörbuches auf eine parallele Spur. Durch Vergleichen und Angleichen an diese Referenz kannst Du den perfekte Sound auch für Deine Stimme schnell finden.

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