Es gibt Stimmen, die klingen ein wenig harmlos, ohne dass sie etwas dafür können. Oder Songs, die mehr Power im RAP oder Gesang brauchen, als es der Künstler liefern kann. Oder der Gesang setzt sich in einem dichten Arrangement nicht durch. Für all diese Beispiele gibt es eine Lösung mithilfe von Saturation. Einzig die Dosis sorgt dafür, welchen Effekt man am Ende damit erzielt.

Von Sättigung und Obertönen

PlugIns wie der Fabfilter Saturn, Soundtoys Decapitator oder auch kostenlose Varianten wie Camel Crusher und Klanghelms IVGI2 geben dem geneigten Mischer nicht nur die Möglichkeit, Signale leicht per Übersteuerung mit harmonischen Obertönen anzureichern, sie können das Signal auch total übersteuern und damit komlett Verzerren. Einzeln genutzt ist der daraus resultierende Sound in den meisten Fällen weder gewünscht noch angenehm. Aber wie ich oben schon frei nach Paracelsus sagte, “die Dosis macht den Sound”.

Von parallelen Wegen und Bussen

Schickt man die Stimme per Send auf einen separaten Bus oder Effektweg, kann man in diesem Kanal dann frei schalten und walte, um das Signal anschließend leicht, mittel oder Voll zu den eigentlichen Vocals hinzuzufügen:

  1.  Wählt man im Saturation-PlugIn eine leichte Verzerrung und komprimiert danach leicht mit 3 – 5 db, kann man damit die Vocals schön stützen und insgesamt gleichmäßiger und fester im Mix platzieren.
  2. Verzerrt man das Signal volle Pulle und mischt es den Vocals leicht an die oder leicht über die Hörgrenze hinaus, wirken die Vocals insgesamt energiereicher und damit kraftvoller gesungen / gerappt. Der Sänger klingt leicht aggressiver und kraftvoller, als das Original hat vermuten lassen.
  3. Verzerrt man das Signal volle Pulle und mischt es deutlich über die Hörgrenze hinaus, klingt der Rapper / Sänger hochaggressiv und sehr energetisch. Da unser Gehirn verzerrte Signale mit einer hohen Energie und Aggressivität gleichsetzt, kann man damit einen krassen Effekt an ausgewählten Stelen oder auch im gesamten Mix erzielen. 
Ausprobieren ausdrücklich erwünscht.

Der Kreativität sind wie so oft keine Grenzen gesetzt und bei den PlugIns kann man auch von der Bandsättigung im Tapedelay über Saturn und Decapitatpr bis hin zu Gitarren-Verstärker-PlugIns alles ausprobieren, was dem Sound hilft.

 

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