Mix-Praxis
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#23 | 30 Tage, 30 Tips – Richtig laut mit Limiter

Wenn der Mix radiotauglich sein soll, dann muss er nicht nur so klingen, sondern vor allem auch die gleiche Lautheit bieten, denn wer regelt im Radio schon die Lautstärke nach, nur weil ein Song plötzlich viel leiser als der vorherige ist. Aber wie laut muss oder darf es denn eigentlich sein?

Bei den Anzeigen in unseren DAWs werden zumeist nur die Peaks, also die lautesten Pegel-Ausschläge unseres Songs angezeigt, die aber herzlich wenig mit der tatsächlichen Lautstärke zu tun haben, denn ein Snare-Schlag kann zwar einen kurzen, sehr hohen Ausschlag verursachen, wird aber genau wegen der Kürze des Ausschlages nicht wirklich laut wahrgenommen.

Die Lautheit wird auch als mittlerer Pegel oder auch RMS-Pegel bezeichnet, der das Hörempfinden unserer Ohren abbildet und damit die empfundene Lautstärke repräsentiert. Und diese sollte irgendwo im Bereich – 12 bis -9 db liegen, damit man bis zum Maximalausschlag noch einen vernünftigen Dynamikbereich von ca. 8 bis 10 db zur Verfügung hat. Die mittlere Lautstärke zeigen sowohl die Pegelanzeigen im Limiter-Plugin, als auch spezielle Metering-Plugins in den DAWs an. Studio One zeigt sie sogar mithilfe zweier kleiner weißer Striche direkt im Metering des Masterkanals an!

Nun muss man den Limiter nur noch richtig einstellen. Hierzu gilt zunächst, dass man als Obergrenze (Ceiling, Output o.ä.) für die lautesten Peaks nicht 0 db, sondern maximal -1 db wählen sollte, damit beim Ausspielen, komprimieren oder sonstigen Nachbearbeitungsschritten nicht doch noch ein paar Intersample-Peaks über die 0 db hinausschießen und damit unerwünschte digitale Übersteuerungen erzeugen. Nun dreht man nur noch den Input-Regler so weit auf, bis die Anzeige den RMS-Pegel an der lautesten Stelle im Song zwischen -9 und -12 db anzeigt. Fertig!

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