Homerecording, Mix-Praxis
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#14 | 30 Tage, 30 Tips – Detailarbeit beim Spuren-Editing

Natürlich kann man sagen, dass ich pingelig bin, wenn ich alle Spuren immer sauber schneide. Aber auf der anderen Seite kann diese oft kleinteilige und nervige Bearbeitungsphase den Unterschied zwischen einem soliden und einem guten Mix ausmachen. Frei nach dem Motto „Alles raus, was keine Miete zahlt“ schneide ich einfach alles weg, was nicht gebraucht wird – meistens Stellen in der Spur, auf denen man vielleicht nur leise den Kopfhörer-Mix hört, weil gerade nicht gesungen wird. Oder ein Break oder eine Strophe, in deenen der Bass gerade nicht spielt oder die Gitarre nur ein wenig vor sich hinbrummt. All das kann den Mix verschmutzen und sollte gesäubert werden.

Beim Gesang und speziell beim Harmoniegesang kommt aber noch etwas dazu: Oft enden einzelne Zeilen auf einen Stopplaut wie „T“ oder „K“ oder einen Zischlaut wie „Ssss“. Das allein ist kein Problem, wenn aber nun 6 jeweils gedoppelte Harmonie-Stimmen am Ende der Zeile ein T“ singen, treffen sie in den seltensten Fällen den selben Zeitpunkt, sodass am ehesten ein undeutliches „t t t t t“ oder ein längeres Zischen am Ende der Zeile zu hören sein wird. Um das zu vermeiden, versuche ich schon beim Einsingen darauf zu achten, auf den Chorspuren keine Endlaute zu singen. Und für alle Spuren, auf denen das nicht geklappt hat, schneide ich das Ende einfach so sauber, dass der Stopplaut nicht mehr zu hören ist (Fade Out nicht vergessen).

Der Stopplaut ist dann nur noch in der Hauptstimme und damit nur ein mal zu hören und so klingt es sauber und aufgeräumt. Sicher ist das etwas aufwendiger, aber das Ergebnis klingt in meinen Ohren immer besser und professioneller, versucht es einfach mal bei Eurem nächste Hit und lasst mich wissen, ob es für Euch Sinn macht oder nicht?!

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