Homerecording, Mix-Praxis
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#13 | 30 Tage, 30 Tips – Weniger ist mehr im Arrangement

Gerade wenn wir unsere eigenen Songs aufnehmen haben wir oft Ideen über Ideen, ergänzen Spur um Spur, Instrument um Instrument und machen den Sound und das Arrangement so richtig fett. Und damit der Zuhörer von Anfang an weiß, das es sich um den neuen Knallerhit aus unserer Schmiede handelt, geben wir auch von Anfang an alles, drehen alle Spuren auf und machen richtig Alarm!

Und so fett wie das Ganze dann direkt klingt, so langweilig kann der beste Song dadurch werden, denn wenn direkt am Anfang alle Instrumente losspielen, wird der Zuhörer spätestens nach einer Minute gelangweilt weiterspringen weil einfach nichts Neues mehr passiert – keine Dynamik, keine Steigerung, nichts.

Deswegen gilt beim Arrangement immer die Regel „Weniger ist mehr“ – zumindest zu Beginn des Songs, damit man dann im Verlauf des Songs weitere Elemente und Spuren  hinzufügen kann. Wenn Ihr also alles soweit aufgenommen habt und der Mix ansteht, nehmt Euch die Zeit und reduziert das Arrangement speziell in den Strophen auf das Mindeste, ergänzt ein oder zwei Spuren in der Hinleitung zum Refrain und lasst es erst im Refrain richtig krachen.

Aber auch hier mit Bedacht, denn wenn ihr im ersten Refrain schon alle Trümpfe auf den Tisch legt, gibt es bis zum letzten großen Refrain auch keine Steigerung mehr. Also immer schön zurückhaltend, langsam steigern, ruhig mal Elemente einblenden und ausblenden, damit das Ohr des Zuhörers nicht so schnell gelangweilt wird und dann im Refrain volle Pulle. So wird aus einem guten Song einen sehr guter!

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