Presonus bringt mit Version 6 das nächste große Upgrade für ihre DAW Studio One heraus. Grund genug mit einem ersten Blick zu schauen, was mir gut gefällt und am Nede verrate ich Dir noch, ob sich das Upgrade jetzt schon lohnt und wenn ja, für wen? Aber zunächst einmal meine 5 Highlights in Studio One 6.

Neu sortiert: Übersichtlichere Oberfläche in Studio One 6

Ziemlich oft wirst Du – egal ob Anfänger, fortgeschrittener und auch als Profi – mit so vielen Einstellungen und Möglichkeiten konfrontiert, dass Du anschließend überhaupt nichts mehr findest. Natürlich ist es gut zu wissen, wenn die gekaufte Software vom Funktionsumfang sowohl Einsteigern als auch Profis genügt, aber warum wird man dennoch mit so vielen Einstellungen und Funktionen, die am Ende überflüssig scheinen und nicht interessieren.

Damit ist in Studio One 6 nun Schluss, denn hier kannst Du die Bedien-Oberfläche jetzt so einstellen, dass sie Dir ausschließlich das anzeigt, was Dich auch wirklich interessiert bzw. was Du für Deinen Zweck und Kenntnisstand benötigst. Nur die Basics, spezielle Funktionen zur Audiobearbeitung oder sogar eine ganz auf Dich abgestimmte Oberfläche.

Studio One fernsteuern per App

Und wenn Du trotzdem manchmal den Überblick auf dem Monitor verlierst und keinen Platz für einen zweiten Monitor hast, aber ein iPad oder Android-Tablet besitzt, dann kannst Du Dir auch per Fernsteuerungs-App fast alles anzeigen lassen und (!) per Toucheingabe bedienen. Das ging zwar vorher auch schon, aber in Studio One 6 sind noch einige Details und Funktionen hinzugekommen, die es noch interessanter machen, das Tablet als quasi zweiten Bildschirm zu nutzen. Mit Touch-Steuerung für die Fader zum Beispiel.

Bessere Kanalübersicht in Studio One

Die praktische Übersicht über jeden Kanalzug, die Du in der App findest, kannst Du Dir jetzt auch auf dem Rechner mit einem Klick auf den entsprechenden Knopf im Kanalzug anzeigen lassen. Und mit einem weiteren Klick auf den Sticker oben rechts im neuen Fenster bleibt dieses nun auch für jeden Kanal aktiviert, den Du im Arrangier-Fenster anklickst. So hast Du immer einen guten Überblick über das, was auf Deinem Kanal-Zug los ist und kannst auch schnell und gezielt darauf zugreifen.

Der neue Pro EQ in Studio One 6

Ein echtes Highlight ist der brandneue Pro EQ, der nun endlich auch als dynamischer Equalizer funktioniert – ähnlich wie der kostenlose TDR Nova. Stell einfach im neuen Pro EQ das Band ein, das Du bearbeiten willst und anschließend kannst Du mit einem Klick auf das „D“ im Frequenzband den Frequenzbereich auch dynamisch absenken oder anheben – ohne, dass Du dafür auf ein anderes PlugIn zurückgreifen müsstest. Da dies nur ein Highlight des neuen Pro EQ ist, werde ich dazu auch noch mal ein separates Video machen.

Endlich: DeEsser in Studio One

Studio One hatte immer schon ein DeEsser-Setting im Kompressor versteckt, aber das hat den Nachteil, dass es immer das ganze Signal komprimiert und nicht nur den Bereich, der zischelt. Jetzt gibt es also endlich ein eigenständiges PlugIn mit dem Namen DeEsser. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit heutzutage, aber Presonus hat es ja jetzt auch geschafft, diese Lücke in Studio One 6 zu schließen.

Fazit: Upgrade auf Studio One 6 nötig oder unnötig?

Lohnt sich das Update jetzt wirklich? JEIN. Kommst Du von Version 4 oder früher, lohnt es sich auf jeden Fall. Kommst Du von Version 5, erst mal nicht, es sei denn Du hast 150 Euro übrig für das Upgrade. Wenn Du zwar neugierig, aber nicht zu neugierig bist, dann kannst Du natürlich bis zum nächsten Black Friday warten, da wird es das Update sicher noch mal günstiger geben.

Studio One 6 | 5 Highlights im neuen großen Update | Recording-Blog Check Deutsch

 

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