Mix-Praxis
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#28 | 30 Tage, 30 Tips – Natürliche Tiefenstaffelung bei Vocals

Es ist schon toll, wenn man den Eindruck hat, dass der Backgroundchor im Song auch wirklich hinter dem Sänger zu stehen scheint, nur wie kriegen die das immer hin und vor allem mit welchen PlugIns?

Oft sind hierfür weniger PlugIns zuständig, als mehr die Aufnahmetechnik und die ist fast so alt wie das Recording selber. Denn früher, als man nur ein Mikro hatte, aber eine ganze VOcaltruppe wie z.B. die Comedian Harmonists aufnehmen wollte, mussten die Sänger die weit hinten klingen sollten auch weit hinten (also weit entfernt vom Mikro) stehen. Und so kann man natürlich auch heute noch arbeiten. Denn die üblicherweise in Studios genutzte Aufnahme-Technik des Close-Mikings – also möglichst nahe am Mikro dran – ist für die natürliche Tiefenstaffelung eher kontraproduktiv.

Probiert doch einfach beim nächsten mal aus, den Front-Sänger schön nah ans Mikrofon zu stellen und alle Backgrundchor-Aufnahmen bei gleicher Eintellung des Preamps ungefähr 1 m entfernt vom Mikro aufzunehmen. Das Mikro nimmt dann weniger Direktschall und mehr vom Raum auf, der Sound der Stimme ist auch nicht so fett und höhenreich wie beim Close-Miking und damit kriegt man automatisch die wichtigsten Parameter für eine erfolgreiche Tiefenstaffelung direkt beim Recording aufs Band bzw. die Festplatte. Und zwar ganz ohne PlugIns – toll!

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