Let´s play Studio One, Mix-Praxis
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Was heißt hier Dynamik? Ich kann nicht lauter …

Es ist schon eine Wissenschaft für sich, neben dem Recording eines Songs auch noch in der Produktion dafür zu sorgen, dass der Song von der ersten bis zur letzten Note interessant bleibt. Aber zumindest der letzte Refrain sollte hier die exponierte Stellung nutzen und den Song noch mal richtig groß machen. Aber was tun, wenn man die Gitarren schon zweimal gedoppelt hat, das Schlagzeug offene Becken spielt, die Chöre im Hintergrund Huu-Summen usw.?

Weniger ist mehr

Dynamik ist eben nicht immer nur lauter oder schneller zu werden, auch wenn diese beiden Elemente sicherlich auch wichtige Bestandteile beim dynamischen Aufbau eines Songs sind. Am besten ist daher, man addiert  ein weiteres Element, dass sich dabei aber auffällig unauffällig verhält und so eins möchte ich hier mal zeigen.

Wie Ihr im Video zum Blog hören könnt, arbeite ich gerade für meinen Musik-Kanal an einem Cover von Marcella Detroit und ihrem wundervollen Song „I believe“ und der letzte Refrain braucht noch ein wenig mehr Schub. Ich habe also eine leicht angezerrte Gitarre mit einem leichten Delay genommen, sie hart links und rechts gedoppelt und immer auf die erste Viertel eines Taktes den Grundton in unterer Lage gespielt. Das Ganze dezent dazugemischt macht den Refrain insgesamt etwas breiter und hat einen charmanten „larger than life“-Effekt. Und das tolle ist, man nimmt es fast nicht wahr, außer, man schaltet die beiden Spuren stumm und das ist genau das, was man möchte.

Immer nur Gitarren …

Das Tolle ist aber, dass man hierbei nicht auf eine Gitarre festgelegt ist. Man kann auch ein Klavier, ein Rhodes eine Stimme, einen Streicher, einen …, sag was, … kann man alles nehmen. Es sollte nur eben monofon sein. Gerne der jeweils aktuelle Grundton, es geht aber auch eine Terz (auf Dur und Moll achten), ein Quart oder Quinte und wie immer ist natürlich Ausprobieren ausdrücklich erlaubt. Also lasst Eurer Kreativität freien Lauf und schaut, ob Euch dieser kleine Tip vielleicht schon den nächsten Refrain veredelt.

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