„Wie sorgt man dafür, dass die Vocals im Song nicht untergehen und immer stabil vor der Musik stehen?“ So, oder ähnlich klingt eine immer wieder gestellte Frage und daher soll sie heute unser Thema sein. Vorher ist allerdings zu klären, warum überhaupt Vocals in einem Mix absaufen können?

Was heißt hier Dynamik? Ich kann nicht lauter ….

Die Stimme ist ein sehr dynamisches Instrument. Allein die Tatsache, dass man z.B. nach dem Einatmen immer lauter singt, als am Ende einer Zeile zeigt schon den Ansatzpunkt für stabile Vocals. Je weniger Dynamik die Vocals haben – also je weniger Pegel-Unterschied zwischen lautester und leisester Stelle – um so besser.

Keine Regel ohne Ausnahme

Das gilt natürlich nicht für jede Situation und jeden Song. Natürlich darf eine Sängerin oder ein Sänger in einem sparsamen, getragenen Arrangement auch viel Dynamik in der Performance haben. Aber in so einer Ausgangslage ist auch meistens viel Platz für die Stimme. Daher istdie oben gestellte Frage hier nicht das Problem.

Dynamikbegrenzer Vocal-Rider

Hast Du aber einen sehr dichten Mix oder einen modernen Pop-Song, dann erfordern sowohl das Genre als auch unsere Hörgewohnheiten eine Stimme mit wenig Dynamik. Früher haben die Mischer daher am Mischpult während der Aufnahme oder spätestens beim Mix, den Fader für die Vocals mit der Hand an den Gesang angepasst. Laute Stimme = Fader runter, weniger laut = Fader rauf. Der Fader wurde gefahren oder auch geritten.

Der Vocal-Rider hilft mit seinem automatisierbaren Fader ganz einfach eine individuelle Fader-Automation zu erstellen.
Der Vocal-Rider mit seinem Kernelement: Der große automatisierte Fader!

Und der Vocal-Rider macht das ganze vollkommen automatisch. Er analysiert die reinkommende Stimme und passt seinen Fader immer nach dem oben genannten Motto an den aktuellen Stand an. Zeichnet man diese Bewegung per Automation auf, bekommt man eine Stimme mit deutlich weniger Pegelunterschieden als vorher. Und das sowohl bei lauten als auch leisen Stellen und vor allem ganz ohne Kompressor.

Vocals nicht ohne (m)einen 1176

Die Dynamik ist also nun schon eingedampft und das Signal deutlich stabiler. In einem zweiten Schritt kann man nun die verbliebene Restdynamik mit einem Kompressor weiter reduzieren. Ich komprimiere hier dann noch mal zwischen 3 und 6 db – je nach Stimme. Ob Du dafür einen 1176 nimmst, ein nachgebildetes PlugIn oder einen ganz normalen Standard-Kompressor ist dann nur noch reine Geschmacksache. Wie ich den 1176 für VOcals genau einstelle, erfährst Du in diesem Artikel!

Wenig Dynamik = wenig Bewegung

Wird die Dynamik mithilfe von Vocal-Rider und Kompressor so klar eingeschränkt ist es nun ein leichtes, den Gesang vor den Mix zu bringen. Und noch wichtiger: Weil keine einzelnen Wörter gegenüber den lauteren Teilen abfallen, bleiben die Vocals nun stabil vor dem Mix!

https://www.youtube.com/watch?v=fgbtCOHSC_4
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