Oft gehört, für mich aber dennoch ohne Abnutzungseffekt. Die Kreativ-Abteilungen der aktuellen Hit-Schmieden lassen sich beim Umgang mit den Vocals ihrer Talente zwar immer neue Tricks einfallen, trotzdem gehört der Stutter-Effekt (englisch für Stottern) aber immer noch zum Standard-Repertoire eines jeden Hit-Produzenten.

Prinzipiell schnell gemacht

Wenn man die nötige Vorgehensweise verstanden hat, ist auch gar nicht viel Editier-Arbeit nötig, um seine Vocals schön rhythmisch stottern zu lassen. Verkürzt bedeutet dies, dass man aus den vorliegenden Vocals Samples erstellt, die man anschließend mit einem MIDI-Keyboard je nach Geschmack abspielen, verändern oder eben auch stottern lassen kann.

Mit Samples zum Stutter-Effekt

Und das Tolle ist, dass moderne DAWs mittlerweile alles mitbringen, was man für einen amtlichen Stutter benötigt. Musste man früher noch aufwendig mit einem teuren 19″-Hardware-Sampler aufnehmen, editieren und einspielen, reichen heute ein paar Klicks. Denn egal ob Studio One 3/4, Logic Pro X, Cubase, Pro Tools oder wie sie alle heißen: einen Software-Sampler bringen sie alle mit!

Stutter am Beispiel Studio One 3/4

In Studio One ist das schnell gemacht. Zunächst dupliziere ich die Spur, aus der ich meine Vocal-Samples erstellen möchte. Dies hat den Vorteil, dass ich meine Hauptvocals nicht verändern muss und nur mit der Sicherheitskopie in der duplizierten Spur arbeite.

Nun schneide ich mir die gewünschten Samples einfach zurecht, bis ich zufrieden bin. Anschließend alle Samples mit der Maus auswählen und über einen Rechts-Klick das Kontextmenü auswählen. Hier kann man im Bereich Audio alle Samples an eine neue Spur mit dem Software-Sampler SampleOne schicken.

Alles so schön bunt hier

Alles weiteren Einstellungen werden nun soweit automatisch vorgenommen. Will sagen die geschnittenen Samples werden selbstständig in den Sampler importiert und einer Taste auf der Tastatur zugewiesen. Nun kann man schon mit den Tasten einer echten Tastatur die Samples abspielen und bekommt sofort Lust auf mehr.

Velocity anpassen

Ich bearbeite in der Regel mindestens zwei Dinge nach, bevor ich tatsächlich anfange mit den neuen Samples zu spielen. Zum einen stelle ich die Velocity auf Null, damit die Samples beim Abspielen nicht dynamisch, sondern immer mit der gleichen vollen Lautstärke abgespielt werden.

Startpunkt der Samples anpassen

Zum Anderen korrigiere ich noch im Bereich “Wave” den Startpunkt der einzelnen Samples, damit diese schön knackig und schnell auf die Tastatur reagieren. Auch das ist dank moderner Technik aber mehr als schnell gemacht. Vor allem, wenn es sich nur um ein paar Samples und nicht ein überdimensioniertes Multisample-Klavier handelt.

Auf los geht´s los

Natürlich bietet der Software-Sampler noch eine Unmenge weiterer Einstellmöglichkeiten. Diese hier zu behandeln würde allerdings den Umfang des Artikels sprengen. Aber für einen Stutter-Effekt sind sie auch nichtrelevant, denn den kann man nun schon sehr schön mit einer Tastatur immer dann einspielen und aufnehmen, wo man ihn haben möchte. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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