Mix-Praxis
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Snare-Hall aus der Retorte | Adventskalender #19

Ich bin immer total begeistert, wenn man verschiedene Techniken miteinander kombinieren kann, denn dabei kommen oft ganz spannende Ergebnisse raus, die man so einfach nicht erwartet. Dabei überwiegt am Anfang der Gedanke des „Das muss ich unbedingt mal ausprobieren“, dann kommt das „So ungefähr müsste es klappen“ gefolgt vom „Wow, klingt das geil“. Praktisch, wenn man damit den Mix auch gleichzeitig noch ein wenig aufräumen kann.

Unsauberes säubern

Ich habe ja schon  darüber schwadroniert, dass man in Studio One mit dem Gate eine Note eines Samplers antriggern kann, der widerum zum Beispiel ein alternatives Snare-Sample  anstelle (oder zusätzlich zur) eigentlich aufgenommenen Snare abspielen kann. In anderen DAWs gibt es ähnliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel bei Logic das Drum Replacement. Wir bekommen also eine saubere, neue Snare, die ohne HiHat-, Kick- oder sonstige Nebengeräusche verschmutzt ist.


Von hinten durch die Brust ins Auge

Was aber, wenn man dieses Snare-Sample nicht nimmt, um die Snare zu ersetzen oder zu ergänzen, sondern damit nur einen Hall anstößt? Das ist ja ganz einfach: Man lädt in den Sample-Snare-Kanal ein Hall-PlugIn und stellt das Mischverhältnis auf 100 % Wet, also nur Hall-Signal, kein Original-Signal. Man bekommt also nur die Hallfahne. Und die kann man jetzt wiederum der eigentlichen Snare nach Geschmack und Bedarf beimischen. So bekommt man einen sauberen Snare-Hall, der je nach Snare-Sample anders klingt als die Original-Snare, aber gerade dadurch spannend und gut klingen kann. Ausprobieren dringend empfohlen!

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