Es sind zwei sehr bekannte, aber nichtsdestotrotz beliebte und vor allem wirkungsvolle Effekte im Arrangement moderner Musik: Tapestop und Bass Drop! Mit beiden kan man  vor einem Refrain im wahrsten Sinne des Wortes noch mal so richtig die Handbremse ziehen, um den geneigten Zuhörer dann wohlig und mit viel Power in den folgenden „erlösenden“ Refrain zu entlassen.

Zwei Effekte, ein Werkzeug

Und gerade in Logic Pro X ist das Ganze sehr einfach umzusetzen, wenn man weiß wie. Denn es gibt in Logic das für mich fast wichtigste Werkzeug neben der Schere, das Fade-Tool! Mit diesem kann man bei Audio-Events nicht nur Fade-In und Fade-Out setzen, sondern auch Crossfades zwischen zwei Dateien setzen, damit diese einfach geschmeidiger und damit unauffälliger ineinander laufen.

Hat man also bei einer Datei einen Fade-Out gesetzt, wird das Signal wie gewünscht leiser. Klickt man aber links im Arrange-Fenster im Inspektor auf den Fade-Out, gibt es auch noch eine weitere Option, und die heißt „verlangsamen“. Das Gegenstück beim Fade-In heißt „beschleunigen“ und wenn man diese nun auswählt, hat man seinen Tapestop-Effekt auch schon fertig – kein PlugIn oder sonstiges Voodoo nötig!

Drop it like it´s hot

Und witziger- oder eher praktischerweise kann man mit diesem Tool nicht nur den Tapestop realisieren, sondern auch noch einen zeitlich genau gesteuerten Bass Drop. Denn letztendlich ist der Bass Drop ja auch nichts anderes, als ein immer langsamer und damit tiefer klingenderes Signal bis zum totalen Stillstand.

Man nehme also einen handelsüblichen Sinuston, z.B. aus dem Test-Oszillator oder einem beliebigen Synth und nehme diesen als Audio-Spur auf. Am besten einen Ton irgendwo zwischen 80 und 100 hz – je nach Song und Laune. Wenn man diesen Sinuston nun auf eine Länge von ca. 2 Viertel-Noten schneidet und genau auf den Punkt setzt, an dem der Bass Drop kommen soll, muss man nur noch mit dem Fade-Tool einen Fade-Out mit 2-Viertel-Länge setzen und im Inspektor den Fade-Out wieder auf „Verlangsamen“ stellen – fertig! Einfacher gehts nicht, also probier es aus und schick mir gerne Deinen Song, in dem Du es angewendet hast – entweder per Mail oder auch gerne bei Facebook 🙂

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