Let´s play Studio One, Mix-Praxis
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Equalizer-Tipp: Sidechain-EQ für Ordnung im LowEnd | Lets play Studio One #027

Richtig, wenn wir mischen, dann sollen wir das zunächst einmal  nach Gehör machen, damit es hinterher auch so klingt, wie wir uns das vorstellen. Soweit die Theorie. In der Praxis sind aber optische Hilfsmittel wie zum Beispiel VU-Meter oder auch ein Analyzer sehr hilfreich bei der Beurteilung eines Mixes oder eines Signals.

Ja wo laufen Sie denn?

Speziell wenn man Bassdrum und Bass ein wenig akustisch von einander trennen möchte, damit beide zwar genügend  drücken, andererseits  dem anderen aber auch  genügend Raum  lassen und sich nicht gegenseitig behindern/verdecken. In diesem Fall ist es schon sehr hilfreich zu sehen, wo die Hauptüberlagerungen im Frequenzspektrum stattfinden.

Zu diesem Zweck kann man einfach zwei EQs mit eingebautem Analyzer aufrufen (einen für Bass, einen für die Bassdrum), nebeneinander positionieren und schon kann man optisch die Analyzer-Kurven vergleichen. Noch praktischer aber wäre es doch, wenn man die Kurven beider Signale in einem Fenster gleichzeitig sehen könnte. Dann muss man zum Einen nicht immer hin und herschauen und zum anderen kann man sofort sehen, wie sich die Änderungen auch Auswirken.

EQ von der (Seiten-)Kette lassen

Zu diesem Zweck kann man in Studio One 3 ganz einfach das Signal der Bassdrum per Sidechain an den Equalizer des Basses schicken. Einfach im Kanalzug unten bei den Bussen auf das Plus klicken und dann im aufklappenden Menü unten zur Sidechain navigieren. Dort kann man dann das Ziel des Sidechain-Signals auswählen, das praktischerweise der EQ im Bass-Kanalzug sein soll.

Das Signal wird nicht wirklich dorthin geschickt, es bleibt also im Basskanal unhörbar, aber man kann nun beide Analyzer-Kurven gleichzeitig sehen und erkennt neben dem Gehörten auch mit den Augen sofort, wo sich beide Signale maximal in die Quere kommen. Mit den passenden Anpassungen im EQ sind beide Signale dann schnell voneinander getrennt. Das geht natürlich auch bei Stimme und Gitarre und allen anderen Signalen, bei denen man Frequenzmaskierungen erkennen und vermeiden möchte.

Ein echt nützliches Feature also, das ich in Logic Pro X so leider noch nicht finden konnte …

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