Du hast also vor dem Mikro alles gegeben und trotzdem will sich die Energie der Vocals nicht so richtig übertragen? Manchmal müssen wir hier im Mix noch ein wenig nachhelfen, denn Energie ist nicht nur Überzeugung und Glaubwürdigkeit des Sängers und des Gesangs, sondern soll sich auch akustisch bemerkbar machen.

A long time ago

Das wussten auch schon die Altvorderen im Studio und setzten sich für mehr Energie im Gesang gerne mal über bestehende Studio-Konventionen hinweg, die auch heute noch Bestand haben. Denn grundsätzlich gilt es ja erst mal, ein möglichst sauberes, unversehrtes Signal in den Rechner (oder früher aufs Band) zu bekommen. Und genau hier können wir entweder beim Recording oder später im Mix ansetzen. In unserem Hirn ist gespeichert, dass, wenn etwas richtig laut ist, es übersteuert bzw. verzerrt. Und wenn etwas laut ist, hat es auch richtig Energie! Den Effekt kann man zum Beispiel bei so berühmten Aufnahmen wie “Ain´t no mountain high enough” von Marvin Gaye oder “Twist and shout” von den Beatles sehr gut hören.

Take me down to the Overdrive-City

Also können wir unserem Gesang mit einem Röhrenpreamp schon beim Recording oder später im Mix mit einem Saturation-/Overdrive-Tool die nötige Färbung geben, die unserem Hirn die Energie übermittelt. Wenn man es erst im Mix macht, hat man den Vorteil, dass man auch zwischendurch etwas weniger Dampf geben kann. Zu diesem Zweck gibt es am Markt und in der DAW unzählige PlugIns, weswegen ich nur zwei hier nennen möchte.

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