Es ist schon eine Crux mit den Röhrenverstärkern. Erst wenn man sie voll aufreißt klingen sie so richtig geil. Vorstufen und Endstufenverzerrung zusammen klingen richtig fett. Einziger Nachteil: Diese Verstärker sind dann meistens so unerträglich laut, dass nicht nur die Bandkollegen, sondern auch der Mischer laufen geht. Was also tun, denn wie immer gilt: Alles für den Sound!

Besser als jeder Power-Soak: Tri-Tone von TAD

Man könnte jetzt eine Art Lautstärke-Absorber (z.B. Power-Soak) nutzen, der die übermäßige Energie auf dem Weg zum Lautsprecher drosselt. Jedoch geht das in der Regel nicht ohne Soundverlust über die Bühne. Wenn man doch nur die Leistung der Endstufenröhren einschränken könnte.

Zu dem Zweck können einige moderne Verstärker zum Beispiel die Endstufen-Röhren von Pentode auf Triode umschalten und so die Leistung nahezu halbieren. Aber wenn der Amp den Schalter für halbe Leistung nicht hat? Wäre doch toll, wenn man einfach schwächere Röhren einsetzen könnte. Die verzerren früher und (!) machen den Amp auch nicht so laut! Geht aber nicht ohne aufwendige Umbaumaßnahmen. Oder etwa doch?

Tube Amp Doctor macht´s möglich

Genau diese Idee hatten findige Ingenieure auch und erfanden einen kleinen Zwischensockel für die Endstufe, der es ermöglich im Amp eine relativ leistungsschwache EL84 Röhre im Sockel einer 6l6GC oder EL34 zu nutzen. Mit dem Ergebnis, dass nicht nur der Amp nicht mehr so laut ist, sondern auch die Endstufe viel einfache in die Übersteuerung und damit Verzerrung gebracht werden kann, die wir alle so gerne mögen! Sie nannten diese Sockel Tri-Tone (Trioden-Schaltung = weniger Power) und Pen-Tone (Pentoden-Schaltung = mehr Power). Und wie das Ganze klingt erfährst Du im heutigen Video.

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