Mix-Praxis
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Immer schön subtil: Vocals mit Effekten | Mixtutorial im Recording-Blog

Wenn man Vocals gut im Mix platzieren und sie gleichzeitig größer wirken lassen möchte, braucht man Effekte. Hier ist durchaus klotzen statt kleckern angesagt, aber trotzdem immer mit Augen-, oder in diesem Falle eher Ohrenmaß!

Gegensätze ziehen sich an

Das klingt zunächst verwirrend: Groß auftragen, aber vorsichtig? Wie soll das denn gehen? Nun, zum einen sollte man die Effekte, die man zum Andicken haben möchte, nicht in den Kanal, sondern in einen parallel Bus laden! Hier kann man dann Effektmäßig (fast schon) die Sau rauslassen!

Ich zum Beispiel nutze hier gerne einen Stereo-Effekt wie zum Beispiel Chorus, um das Signal aus der Mitte rauszuholen und nach links und recht zu erweitern. Dann gerne ein Delay, einen Hall oder auch mal beides. Beim Delay gerne mehrere Wiederholungen (höheres Feedback) und beim Hall auch mal einen größere Platte!

Gas geben mit angezogener Handbremse

Und jetzt kommt das Augenmaß dazu: Zum einen sollte man diesen Bus  nur so gerade bis zur Hörgrenze oder gaaaanz leicht darüber zur Stimme mischen und zum anderen sollte man auf keinen Fall das letzte Plugin im Effekt-Bus vergessen: den EQ!

Mix it Baby

Mit diesem kann man nämlich den ganzen Effektbrei mit einem LowCut um die Bässe unterhalb 120 hz erleichtern, die den Mix „vermulmen“ könnten. Dann kann man einzelne Mitten rausziehen, die den Mix entweder maskieren oder undeutlich wirken lassen können. Und zu guter Letzt sollte man auch einen HiShelve nicht vergessen! Denn mit der Reduktion  überflüssiger Höhen ab 5 – 7 khz schiebt man das Bus-Signal nicht nur akustische etwas weiter hinter den Gesang, sondern nimmt gleichzeitig die Aufmerksamkeit von Effekten, sodass sie den Gesang noch subtiler andicken, ohne im bewussten Hören aufzufallen – toll!

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