Behind the tracks, Homerecording, Mix-Praxis
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Fett: Metal-Brett

Wenn es im Song mal richtig zur Sache gehen soll, hilft nur ein fettes Metal-Brett, aber was sind die passenden Zutaten, um hier auch den amtlichen Sound zu bekommen? Ganz einfach, es gibt genau gesagt drei:

  1. Doppeln
  2. richtige Soundauswahl
  3. Spezial-Zutat

Doppeln, doppeln, doppeln

Ich glaube, das ist die wohl wichtigste Arbeitsweise beim Metal-Brett, aber auch bei allen Musikrichtungen, bei denen man eine echte WallOfSound haben möchte. Man spielt also eine erste Gitarre mit einem schönen Metal-Sound zweimal ein (nicht zu matschig, also nicht zuviel Gain!) und legt den einen Take mit dem Panoramaregler nach ganz links außen, den anderen nach rechts außen. Und dann … das gleich noch mal!

Welcher Sound ist der richtige?

Aber beim zweiten Durchlauf sollte man am besten einen anderen Verstärker und eine andere Gitarre nehmen, mindestens aber am Amp (oder im PlugIn) einen anderen Sound einstellen. Im Idealfall ergänzen sich beide Sounds! Wenn zum Beispiel der erste Sound eher heller klingend und im HighGain-Bereich war, kann der zweite ruhig etwas fetter und crunchiger, also weniger verzerrt sein, dadurch bekommt der Sound insgesamt mehr Ton und matscht nicht zu sehr. Denn die Verzerrungen der einzelnen Sounds ergänzen sich und können das gesamte Klangbild im schlimmsten Fall so matschig klingen lassen, dass der eigentliche Ton überhaupt nicht mehr durchkommt! Also Augen auf, bei der Soundauswahl!

Spezial-Zutat?

So, gedoppelt ist erstmal genug, aber wie wird der Sound richtig fett? Ganz einfach, indem man im Arrangement dafür ein Instrument einsetzt, das von Natur aus dafür auch vorgesehen ist: den Bass! Man dreht also mit einem Equalizer bei den Gitarren alles unterhalb 80 – 120 hz weg (müsst Ihr mal ausprobieren, was da der richtige Wert ist) und dann kommt der Bass ins Spiel! Er kann für ein Metal-Brett auch ruhig ruppig und angezerrt klingen und ergänzt damit die Gitarren mit einem soliden Fundament. So gehen sich beide Instrumente frequenztechnisch aus dem Weg und ergänzen sich trotzdem zu einer soliden Metal-Wand!

Noch fetter …

Die Krönung ist dann, wenn Bass und Gitarren sich gegenseitig noch mal doppeln, also auch der Bass die  Melodie spielt, die die Gitarren vorgeben. Mehr geht nicht! Und wie das genau klingt, gibt´s wie imer im Video bei Youtube!

 

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