Es ist doch wie verhext: da macht man sich also die Mühe, jede einzelne Trommel am Schlagzeug mit einem eigenen Mikrofon aufzunehmen, um diese dann hinterher in Ruhe und individuell bearbeiten zu können. Aber wenn man dann im Mix bei den Toms (oder auch TomToms genannt) ankommt, steht man oft vor einem Dilemma.

Sauberkeit ist eine Zier

In der Vorbereitung zum Mix hat man natürlich schon mal die Toms mit einem Gate versorgt, welches die Spur stummschaltet, solange kein Tom gespielt wird. Noch besser ist sogar, wenn man gleich alles zwischen den einzelnen Tom-Schlägen wegschneidet. So erklingt diese Spur immer nur dann, wenn sie auch wirklich benötigt wird und „verschmutzt“ nicht den Rest vom Drum-Mix. Soweit die Theorie!

I want you to bleed for me …

Wenn es dann aber soweit ist, die Trommel  gespielt wird und sie sol schön lange und fett ausklingen, dann hört man im Ausklingen direkt auch die nächste Snare, das nächste Becken oder sogar noch etwas von der Bassdrum – das Schlagzeug halt. Wenn man also vorhatte, die Ausklingphase des Toms mit einem schönen Kompressor so richtig fett nach vorne zu holen, holt man sich damit auch die Snare, das Becken oder auch die Bassdrum zusätzlich nach vorne. Und das verschiebt zumindest an dieser Stelle durchaus auch mal den ganzen Drum-Mix!

Gewusst wie

Der Tom-Sound besteht  – wenn man mal genau drauf achtet – aus zwei Komponenten:

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