Alle Artikel in: Let´s play Studio One

„Let´s play Studio one“ – Tutorials, Tips und sonstiges rund ums Aufnehmen und Mischen in Studio One 3.

Equalizer-Tipp: Sidechain-EQ für Ordnung im LowEnd | Lets play Studio One #027

Richtig, wenn wir mischen, dann sollen wir das zunächst einmal  nach Gehör machen, damit es hinterher auch so klingt, wie wir uns das vorstellen. Soweit die Theorie. In der Praxis sind aber optische Hilfsmittel wie zum Beispiel VU-Meter oder auch ein Analyzer sehr hilfreich bei der Beurteilung eines Mixes oder eines Signals. Ja wo laufen Sie denn? Speziell wenn man Bassdrum und Bass ein wenig akustisch von einander trennen möchte, damit beide zwar genügend  drücken, andererseits  dem anderen aber auch  genügend Raum  lassen und sich nicht gegenseitig behindern/verdecken. In diesem Fall ist es schon sehr hilfreich zu sehen, wo die Hauptüberlagerungen im Frequenzspektrum stattfinden. Zu diesem Zweck kann man einfach zwei EQs mit eingebautem Analyzer aufrufen (einen für Bass, einen für die Bassdrum), nebeneinander positionieren und schon kann man optisch die Analyzer-Kurven vergleichen. Noch praktischer aber wäre es doch, wenn man die Kurven beider Signale in einem Fenster gleichzeitig sehen könnte. Dann muss man zum Einen nicht immer hin und herschauen und zum anderen kann man sofort sehen, wie sich die Änderungen auch Auswirken. EQ von der …

Müde klingende MIDI-Drums aufpolieren – so kann´s klappen!

Die Crux mit MIDI-Drums ist, dass die Sounds zwar immer besser werden, aber dennoch allzuoft einfach nach Maschine klingen, eindimensional wirken und wenig eigenständig sind. Mit ein paar Handgriffen kann man hier Wunder wirken, ich will aber auch nicht verschweigen, dass der Schlüssel zu guten programmierten Drums einfach (und wie immer) auch viel Arbeit bei den Details wie z.B. der unterschiedlichen Anschlagstärke jedes einzelnen Sounds (Velocity) bedeutet. Nicht ohne Grund gibt es Beat-Spezialisten in der Popmusik, die den ganzen Tag nichts anderes als Beats und Sounds machen! With a little help from my friends Dennoch kann man mit ein paar Handgriffen schon deutlich mehr Leben in die MIDI-Drums zaubern und alles was ich dazu brauche sind EQ, Kompressor, Gate, eine Prise Hall und (!) ein Saturation-Tool – in meinem Fall (und wie so oft) das Camel Crusher Tool von ehemals Camel Audio, heute Apple! Der Crusher gibt dem Drumset den nötigen Wumms, mit dem EQ passe ich die Bassdrum im Sound an, mit Kompressor, Hall und Gate forme ich die Snare nach meinem Geschmack und das war es …

Drummix: Toms ganz ohne Mic-Bleed | Mixpraxis

Es ist doch wie verhext: da macht man sich also die Mühe, jede einzelne Trommel am Schlagzeug mit einem eigenen Mikrofon aufzunehmen, um diese dann hinterher in Ruhe und individuell bearbeiten zu können. Aber wenn man dann im Mix bei den Toms (oder auch TomToms genannt) ankommt, steht man oft vor einem Dilemma. Sauberkeit ist eine Zier In der Vorbereitung zum Mix hat man natürlich schon mal die Toms mit einem Gate versorgt, welches die Spur stummschaltet, solange kein Tom gespielt wird. Noch besser ist sogar, wenn man gleich alles zwischen den einzelnen Tom-Schlägen wegschneidet. So erklingt diese Spur immer nur dann, wenn sie auch wirklich benötigt wird und „verschmutzt“ nicht den Rest vom Drum-Mix. Soweit die Theorie!

FX-BUS Automation in Studio One 3

Mann, was habe ich gesucht. Ich wollte in Studio One doch nur ein Delay automatisieren, das ich in einen FX-Bus geladen hatte. Normalerweise wird durch das Drücken von „A“ in allen Arrange-Tracks die Automation sichtbar, aber FX- und BUS-Kanalzüge haben ja keinen eigenen Track im Arrangement. Also flugs mit der rechten Maustaste auf den FX-Bus geklickt und … nichts! Wenn nicht hier, wo dann? Aber grundsätzlich war die Idee  nicht schlecht, man muss nur eben nicht mit Rechts auf den Kanalzug im Mixer, sondern im Arrangement auf eine freie Stelle unter den Kanälen klicken und schon kann man eine Automationsspur anwählen. Über den Hinzufügen-Dialog kann man nun von jeder beliebigen Spur und jedem darin vorhandenen Plugin alle möglichen Parameter automatisieren. Listen to the music Im Video zeige ich dies anhand eines Tape-Speed-Effekts auf der Hauptstimme meines diesjährigen Weihnachtssongs, den ich traditionell mit meiner Tochter im November aufnehme und veröffentliche. Falls Ihr reinhören mögt, findet Ihr den Kanal und den Song hier: TheMusicMan bei Youtube Und hier geht´s natürlich wie immer zum passenden Video:

Mehr Durchsetzungskraft für die Snare, oder: Was Studio One besser kann als Logic Pro X!

Drums sind ja so ein Thema, vor allem wenn man mit echten Aufnahmen arbeitet. Man bekommt meist mit Bordmitteln einen ordentlichen Sound hin, aber die Durchsetzungskraft von Loops oder ausgewiesenen Drum-Plugins ist immer noch in weiter Ferne. Da ist es doch legitim, beim Sound ein wenig nachzuhelfen und in meiner Interpretation von „Nachhelfen“ sind auch Samples zur Anreicherung des Sounds durchaus erlaubt. Nur wie kann man diese immer genau dann vom Sampler abspielen lassen, wenn die Snare auch spielt? Frag doch mal einen Spezialisten Nun kann man entweder mit ausgewiesenen Spezial-Plugins wie zum Beispiel Steven Slate Drum Trigger arbeiten, die auf jeden Fall hervorragende Ergebnisse liefern, aber eben auch mal charmant über 100 Euro kosten können (plus iLok). Man kann auch von Hand die Midi-Noten setzen und hoffen, dass diese nicht zu weit mit dem Originalsound auseinander liegen. In Logic kann man dies sogar  über eine Transienten-Erkennung noch recht einfach umsetzen, aber tatsächlich gefällt mir die Variante von Studio One an dieser Stelle noch ein wenig besser. Warum schwierig, wenn´s auch einfach geht? Denn wenn …

Auf und nieder, immer wieder: Dynamisches Delay

Delays (oder älteres Deutsch: Echos) sind ein tolle Sache. Speziell bei Vocals in vernünftigem Rahmen angewandt kann man mit Ihnen Tiefe und Räumlichkeit erzielen, die die Vocals erst richtig im Mix verankern und positionieren, aber ohne den gesamten Mix mit ständigem Hall zuzumüllen. Und speziell in Songs mit sehr dichtem Mix sind Delays in vielen Fällen deutlich besser geeignet, die räumlichen Informationen des Gesangs zu transportieren, als Hall. Die Menge macht das Gift Aber Vorsicht ist angesagt, denn gerade mit wirklich opulenten Delay-Fahnen kann man seinen Mix deutlich überfrachten und vom wichtigen Hauptsignal ablenken. Wie toll wäre es also, wenn man das Delay wirklich nur dann deutlich heraushört, wenn gerade nicht gesungen wird? Ist doch ganz easy sagen die Schlaumeier unter Euch und verweisen augenzwinkernd auf die Automation des Delay-Levels. Diese muss man händisch durchführen, ist sehr aufwendig, macht aber was sie soll! Ja, aber … Stimmt, aber eleganter ist das Ganze mit einem dynamischen Delay zu regeln. Dynamisch deswegen, weil die Lautstärke des Delays immer dann reduziert wird, wenn gerade gesungen wird, bzw. lauter wird, wenn eben …

Kompressoren: Multitalent oder One-Trick-Pony?

Man kann die Frage auch umformulieren: Brauche ich Kompressoren von Drittanbietern? Und wenn ja, welchen? Betrachten wir es mal vom rein wirtschaftlichen Standpunkt aus: Jede DAW bringt ein eigenes Kompressor-PlugIn mit. Ob Logic Pro X, Studio One 2/3, Cubase, Pro Tools und wie sie alle heißen. Und jedes PlugIn macht das, was es soll: Es komprimiert bei richtiger Anwendung zuverlässig jedes Audiosignal und bietet hierzu auch alle relevanten Parameter, also mindestens Threshold, Ratio, Attack, Release und (MakeUp-)Gain. Es gibt also erst mal keinen  Grund, in die PlugIn-Trickkiste der Drittanbieter zu greifen und Geld auszugeben nur um gut zu komprimieren. Alles so schön bunt hier Warum suggerieren uns die Drittanbieter also ständig, dass wir ohne deren einmaliges und unerreichtes PlugIn nicht richtig komprimieren können? Natürlich zunächst einmal, weil es ihr Job ist und sie damit ihr Geld verdienen. Aber anscheinend können diese Kompressoren ja doch irgendetwas, was die Standards nicht können. OK, sie sehen meistens toll aus. Mal bunt, mal wie ein altehrwürdiges Hardware-Vorbild, mal viele Knöpfe, mal nur einer, mal idiotensicher, mal das „the-one-and-only“-Tool des Grammy-sammelnden Mixing-Gurus. All das und noch …

Wieso, weshalb warum: Kompressor ???

Nachdem wir also letzte Woche die wichtigsten Einstellungen eines Kompressors nachvollzogen haben, gehe ich im heutigen Beitrag mal auf zwei Fragen ein, die man sich im Zusammenhang mit einem Kompressor immer stellen sollte: Brauche ich einen Kompressor und was erwarte ich von ihm? Auf den ersten Blick Ob man einen Kompressor benötigt, kann man im Idealfall schon daran erkennen, dass das Signal im Mix nicht konstant zu hören ist, manche Noten rausstechen, andere Noten untergehen und das Instrument insgesamt nicht durchgängig wahrnehmbar ist. Man kann es aber auch schon sehen, und zwar an der Wellenform des Signals. Denn stark unterschiedliche Ausschläge in der Wellenform verraten auch ein sehr dynamisches Signal und wenn man hier die Dynamik zugunsten der besseren Integrität im Mix ein wenig einschränken möchte, ist der Kompressor genau das richtige Werkzeug! Learning by burning Bei einem Equalizer weiß so ziemlich jeder, was passiert, wenn man eine Frequenz anhebt oder absenkt. Denn das Ergebnis ist relativ leicht zu hören und so kann man nach recht kurzer Einarbeitungszeit schon tolle Erfolge mit dem Einsatz eines EQ erzielen. Und letztendlich …

Der Kompressor, das unbekannte Wesen

Ich stelle fest, dass ich mich immer noch mit gehörigem Respekt dem Thema Kompression nähere und immer wieder auf´s Neue lerne, wie man den Kompressor benutzt, oder auch, wo man ihn weglassen kann, weil man ihn nicht braucht oder eine simple Anhebung des Levels mehr bringt. Und weil man einen Angstgegner nur bezwingen kann, wenn man sich mit ihm stellt, ist dies also Teil 1 meiner kleinen Mini-Serie mit dem schönen Titel „Compressor Basics“. Da es hier zunächst aber um die Funktionsweise des Kompressors gehen soll, gibt es die praktischen Beispiele nächste Woche, jetzt aber erst mal rein ins kalte Wasser! Da stellen wir uns mal ganz dumm … Was ist also ein Kompressor? Am Einfachsten kann man den Kompressor wohl als einen automatischen Lautstärkeregler begreifen. Man teilt ihm einen gewissen Pegel mit, und alles was lauter ist, soll er bitte leiser machen. So kann man mit einem Kompressor also Ausreißer beim Pegel schnell einfangen, ohne dass man ständig mit der Hand selber nachregeln muss – das nenne ich mal praktisch! Die fantastischen Vier Mit …

Phasenweise Mono! Oder: Karaoke auf Knopfdruck

Manchmal möchte man sich aus erfolgreichen Produktionen eine Idee oder ein Lick „ausleihen“ – oder zumindest mal hören, wie sie es gespielt haben. Oder man fragt sich, welcher Hall auf dem Gesang oder dem Chor liegt, aber dieser geht einfach im Mix unter. Ist ja auch klar, wenn man ihn direkt hören würde, wäre der Mix wahrscheinlich komplett verbogen. Aber wie kommt man an diese geheimen Zutaten ohne ins Studio einzubrechen und sich die einzelnen Spuren solo anzuhören? Der Magic-Stick Eine Antwort ist so einfach wie banal, denn alles vorgenannte wird sich im Mix in der Regel im Stereo-Teil des Songs verstecken und dafür muss man ja eigentlich nur die Mono-Informationen „ausknipsen“. Aber wie? Zum Glück gibt es in Studio One 3 das oft unterschätzte Mixtool, das in diesem Fall fast schon zum Schweizer Messer wird! Gewusst wie Für dieses Beispiel ladet Euch einfach mal den Song Eurer Wahl auf eine Stereo-Spur und fügt dann das Mixtool hinzu. Der Song sollte mindestens ein hochwertiges mp3 sein, besser noch ein unkomprimiertes wav. Wenn Ihr jetzt abspielt, klingt der Song ganz normal. …