Alle Artikel in: 1 Mikro, 1 Song

In dieser 6-teiligen Miniserie zeige ich, wie man mit nur einem Mikro und Studio-Equipment im Wert von knapp 300 Euro trotzdem eine komplette Band aufnehmen und (!) gut klingen lassen kann!

1 Mikro, 1 Song – Automation und Master-Bus | Folge #06

Der Mix steht soweit, fehlen nur noch zwei Komponenten, die oft vergessen werden, aber das entscheidende Salz in der Suppe sein können oder sogar definitiv sind: Automation und PlugIns auf dem Master-Bus! Abwechslung durch Automation Gerade Automation ist so das ungeliebte Kind, das man gerne vergisst, das aber gleichzeitig einen guten von einem sehr guten Mix unterscheidet. Denn erst mit Automation kann man die Dynamik im eigentlich statischen Mix noch mal entscheidend unterstützen und den Mix insgesamt interessanter gestalten. Als Beispiel nehme ich hier mal 2 Automation aus diesem Mix.

1 Mikro, 1 Song – Vocals aufnehmen und mischen | Folge #05

Alle Instrumente sind im Kasten, kommen wir also zur Königsdisziplin: den Vocals! Nicht Wenige behaupten ja, dass man gute Vocals (wenn überhaupt) nur im „echten“ Studio und mit folgender Kette gut aufnehmen kann: U47 (fet)/C12/U-87  und dazu wahlweise Neve 1073 / Universal Audio 6176 / Avalon 737-Preamp. Alles Klassiker und alles gut, ABER: wenn die Magie vor dem Mikro nicht stimmt, dann nutzt auch die beste 15.000 Euro-Kette nix. Ich kann auch anders … Nochmal: die vorgenannte Aufnahmekette ist natürlich der Wahnsinn und nicht zu Unrecht der „feuchte Traum eines jeden Gear-Junkies“. Aber die Realität für uns alle sieht nicht ganz so glamourös, aber nichtsdestotrotz rosig aus. Denn die Qualität heutiger Mikrofone und Interfaces lässt es durchaus zu in wirklich guter Qualität auch schon für 200 Euro aufzunehmen. Und wenn dann die Performance vor dem Mikro auch noch stimmt, ist das schon mehr als die halbe Miete. Gotye soll bei seinem Titel „Somebody I used to know“ sogar einige Background-Vocals direkt über das Mikro in seinem Macbook eingesungen und (!) für den finalen Mix behalten haben …

1 Mikro, 1 Song – Gitarren aufnehmen und mischen | Folge #04

Der Song wächst und wächst und es wird Zeit mal einen Blick auf die Gitarren zu werfen. Immerhin bringen Sie in diesem Song den Hauptanteil an Instrumenten bei und sorgen dafür, dass der Charakter (rockig) und die Dichte (fett) im Song immer passend erreicht wird. Viel hilft viel Auch wenn ich „nur“ insgesamt 4 elektrische und 2 akustische Gitarren-Spuren aufgenommen habe, sorgen diese schon für ein recht komplettes Sound-Bild, denn Gitarren decken ja immer schon ein recht breites Frequenzspektrum ab. Dementsprechend muss man natürlich bei jedem einzelnen EQ darauf achten auch Platz für den Gesang zu lassen, da sich beide sonst gegenseitig maskieren und zu einem einzigen Soundbrei führen. Wenn man das aber weiß, ist es fast gar nicht sooo schwierig fette Gitarren und (!) fetten Gesang in Einklang zu bringen.

1 Mikro, 1 Song – Bass aufnehmen und Mischen | Folge #03

Puh, das Schwierigste ist geschafft, denn ein Mikro für ein ganzes Drumset ist doch recht wenig. Da erscheint eine Bassaufnahme geradezu als Klacks: Kabel in den Bass, die andere Seite vom Kabel ins Interface und schon kann man einen ne flotte Weise auf die Festplatte drücken. Und so ist es auch, aber was dann? Klingt …. geht so Immerhin hat man so schon mal das rohe Signal auf der Platte und muss es „nur“ noch bearbeiten. Der Bass ist als Instrument dabei aber manchmal bockiger, weil dynamischer als man denkt. Kaum jemand spielt so gleichmäßig, dass keine Nachbearbeitung nötig wäre, aber noch schlimmer wird es, wenn einem mal ein Ton so richtig ausrutscht. Denn im Gegensatz zu einer Gitarre sind die Seiten einer Bass-Gitarre so dick, dass schon mal richtig Energie auf der Spur landen kann, wenn man  im Eifer des Gefechtes mal etwas zu feste in die Saiten drückt. Also beim Aufnehmen am besten schon auf genügend Headroom achten und nicht mit aller Gewalt möglichst nahe an 0 db pegeln.

1 Mikro, 1 Song – Echte Drums aufnehmen und Mischen | Folge #02

Es klingt nahezu vermessen: Das Schlagzeug, ein Instrument, das aus mehr Einzelteilen zu bestehen scheint als das 1:200-Modell der Gorch Fock, soll mit nur einem Mikro abgenommen werden und (!) auch noch klingen. Und zwar gut! Also normalerweise … In der Regel nimmt man ein Schlagzeug ja im Close-Mic-Verfahren auf, also mit einem Mikro an jeder einzelnen Trommel, 2 Overheads und an manchen Trommeln sogar 2 oder mehr Mikros. Plus Raummikrofon nicht zu vergessen. Sind also alle Studio-Freaks nur dem Mikro-Overkill verfallen und nutzen die Mikros nur, weil sie es können? Natürlich nicht, denn man hat mit so vielen Einzelsignalen schon eine Menge Kontrolle über das amtlich Endergebnis, aber – und das gilt gerade für Recording-Novizen – eben auch eine Menge Fehlerquellen und Stolperfallen, Stichwort Phasenlage! Wie immer hat also alles seine Vor- und Nachteile!

1 Mikro, 1 Song – Die Challenge beginnt

Die Herausforderung war klar: Ich wollte einen kompletten Song mit echtem Schlagzeug und echten Instrumenten inklusive Vocals mit Studio-Equipment im Wert von knapp 300 Euro aufnehmen, mischen und rausbringen. Die Wahl für die Hardware fiel auf das Set von Focusrite (Studio 2i2), welches der glückliche Jan im Adventskalender als Hauptgewinner des Gewinnspiels zuhause in Empfang nehmen durfte. Dieses bietet ein Großmembranmikro, ein Audio-Interface und einen Studio-Kopfhörer inklusive Kabeln und Halterung! Die DAW meines Vertrauens Bei der DAW fiel die Wahl auf Studio One Artist. Das Focusrite-Set bringt zwar freie DAWs wie Reaper und Pro Tools First mit, aber mit Studio One bin ich einfach vertrauter. Aber ich hätte die Challenge sogar mit nur 200 Euro angehen können – vielleicht nächstes mal ?! Durch die Beschränkung auf die Artist Version war mir zwar der Zugang zu Dritt-PlugIns verwehrt, aber die Grundausstattung von SO3 Artist ist schon so gut, dass ich sie nur noch um den kostenlosen Download des SaturationKnob (RedLightDistortion) erweitert habe. Erhältlich für alle SO3-Besitzer unter diesem Link: https://shop.presonus.com/products/software/studio-one-add-ons/Softube-Saturation-Knob