Endlich bekommt unser Song sein Fundament. Nachdem wir letzte Woche das Schlagzeug aufgenommen haben (kannst Du hier noch mal nachlesen), geht es nun in die tieferen Regionen: wir werden den Bass aufnehmen. Zur Auswahl standen ein 1964er Höfner Beatles Bass, ein 1973er Fender Pression und ein 1974er Rickenbacker 4001. Ich habe alle Stimmen unter dem Schlagzeug-Video zusammengezählt und das Ergebnis war eindeutig: Rickenbacker 4001, das Rockmonster!

Du kannst Dir die Einzelspuren sowie die komplette Studio One 3 Session unter folgenden Links herunterladen:

03 Studio One Session Bass aufnehmen

03 Stems – Bass aufnehmen

Bass aufnehmen – die Vorbereitung

Zunächst gilt es den richtigen Sound zu finden, denn alles was wir gut aufnehmen, müssen wir später nicht mühsam polieren. Beim Bass aufnehmen muss ich dazu Entscheidungen in folgenden Bereichen treffen:

  • mit Fingern oder Plektrum spielen
  • welcher Pickups (oder wenn möglich welche Kombination)
  • Spielposition rechte Hand (näher an der Bridge oder eher am Hals)
  • Spielposition linke Hand (eher Leersaiten, oder eher gegriffene Noten)
  • Amp, DI-Box, oder PreAmp

Alle eben genannten Entscheidungen kannst Du Dir mit Soundbeispiel im aktuellen Video oder Podcast noch mal anhören! Ich habe mich entschieden, mit einem Plektrum in der Nähe des Halses zu spielen. Dabei benutze ich beide PickUps gemischt, greife das tiefe A auf der E-Saite(keine Leer-Saite) und der Bass steckt in meinem Universal Audio 6176 PreAmp (ohne Kompressor).

Aufnahme läuft

Und damit kann es auch schon losgehen. Ich orientiere mein Bass-Spiel an Bassdrum und Snare, die (leise mitlaufende) Pilotspur gibt mir dabei Orientierung im Song. So weiß ich immer, wo ich gerade bin, was speziell ab dem 3. Durchlauf sehr wichtig sein kann! Ich nehme also mehrere Takes (Versuche) hintereinander und immer von vorne bis hinten auf. Man könnte auch Stück für Stück vorgehen, ich finde aber eine Gesamtperformance klingt immer organischer und dynamischer.

Nachbearbeitung

Nun höre ich alle Aufnahmen einmal durch und entscheide mich für die insgesamt beste. Sollten jetzt kleinere tonale oder rhythmische Fehler drin sein, kann ich diese mittels Comping (siehe dazu auch hier) aus den anderen Spuren ganz einfach beheben. Nun noch mittels EQ und Lautstärkeregler den Bass grob ans Schlagzeug anpassen und fertig ist die Session.

Nach dem Bass ist vor den Gitarren

Auf diesem Fundament der Rhythmusgruppe kann ich nun sehr gut aufbauen und mir eine Menge Gitarren-Spuren überlegen. Wie ich hier vorgehe, erfährst Du nächste Woche. Also nicht verpassen!

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