Homerecording, Mix-Praxis
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#20 | 30 Tage, 30 Tips – Mehr Schmutz im Mix

Eigentlich haben wir im Studio und auch beim Mix nur eins im Kopf: Möglichst saubere Signale aufnehmen und bearbeiten, damit ein fantastisch klingender, sauberer und aufgeräumter Mix herauskommt und genau deswegen zum Hit wird. Klingt zu schön um wahr zu sein und ist es auch!

Natürlich sollten bei den Aufnahmen einer leisen Ballade keine vorbeifahrenden Autos zu hören sein, aber in einem Rocksong versenden sich diese ganz schnell, sodass es hier nicht ganz so wichtig ist, die ultimativ-saubere Aufnahme einzufangen. Es macht aber speziell gegen Ende eines Mixes durchaus auch Sinn, noch mal bewusst Schmutz beizufügen.

Wenn man nämlich wie ich mit Bussen mischt und Gesang und Musik getrennt vorliegen hat, kann man das Playback noch mal separat auf einen parallelen Bus schicken, dort kräftig komprimieren, gerne auch anzerren und dann speziell nur im Refrain gezielt wieder hinzumischen. Mit dieser abgewandelten Variante der „New York-Kompression“ kann man dann dem Refrain mehr Energie geben als der Strophe und auch wenn der geneigte Zuhörer nicht weiß, was im Refrain gerade passiert, merkt er doch, dass es irgendwie mehr abgeht als vorher!

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