Homerecording, Mix-Praxis
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#17 | 30 Tage, 30 Tips – Drumloop tüchtig aufpolieren

Manchmal braucht man einen Drumloop: sei es ein echter Drummer ist nicht zu kriegen, sei es das DrumPlugin hat keinen passenden Beat und Sound, oder aber man hat sich einfach in das Feeling des Beats in einem Loop verliebt. Es gibt sicher noch hundert weitere Gründe, und noch schlimer, es gibt  auch genau so viele Momente, in denen der Beat zwar grooved, aber einfach nicht fett klingt. Vielleicht weil er von einer Platte abgesampled wurde oder sonstiges, und in diesem Fall wünscht man sich, man hätte zumindest Kick-Drum und Snare wie bei einem selbst aufgenommenen Schlagzeug einzeln vorliegen, um sie zu bearbeiten. Dazu kann man aber leichter kommen, als mancher glaubt!

Zum einen kann mit einem Gate dafür sorgen, dass nur die lautesten Beats zu hören sind (Kick und Snare). Und wenn man dann noch ein Gate hat, dass wie in Studio One nicht nur auf den Threshold hört, sondern in dem man auch das Frequenzband festlegen kann, in dem dass das Gate lauschen soll, dann kann man ganz einfach nur die Snare-typischen Frquenzen wählen und schon stellt einem das Gate einzig und allein die Snare bereit, die man dann nach Geschmack weiter bearbeiten kann.

Manchmal ist das aber nicht möglich, weil zu viel im selben Frequenzband los ist oder das Gate schneidet u.U. zu viel vom Anfangstransienten ab, dann kann man auch weniger automatisch, dafür aber radikaler und händisch rangehen: Man schneidet zum Beispiel nur die Kick-Drum frei (oder die Trommel, die man gerne hätte), setzt bei allen freigestellten Events noch einen kleinen Fade In und Fade Out, damit nichts knackt, und schon kann man auch die Kick separat und je nach Geschmack bearbeiten.

Wenn diese beiden Arbeitsschritte nun noch auf eigenen Kanälen für Kick und Snare stattgefunden haben, kann man diese dem eigentlichen Loop subtil beimischen und hat damit wirklich ene große Spielwiese, auf der man den gesamten Sound des Loops verändern kann. Viel Spaß beim Experimentieren!

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