Es gibt die verschiedensten Methoden Overheads bei einem richtigen Schlagzeug aufzunehmen. Am naheliegendsten ist das A-B-Verfahren, bei dem zwei Mikros (meist Kleinmembran-Kondensator-Mikros) jeweils von oben auf die linke und die rechte Seite des Sets schauen und so das Stereobild des Schlagzeugs sehr überzeugend abbilden. Allerdings wirkt der Stereo-Eindruck manchmal ein wenig zu aufdringlich. Dem kann man begegnen, indem man die selben Mikros mittig oberhalb die Bassdrum aufbaut und die beiden so ausrichtet, dass sie entgegengesetzt auf die linke bzw. rechte Seite des Sets “schauen”. Der Stereo-Eindruck wirkt konsistenter, ist aber nicht mehr ganz so beeindruckend und breit wie beim A-B-Verfahren.

Acht, Kugel, oder wie? Oder was?

Man kann aber auch mit einer anderen Konstruktion aufnehmen, und zwar im M/S-Verfahren. Zu diesem Zweck baut man genau wie beim X/Y-Verfahren zwei Mikros mittig oberhalb vom Schlagzeug auf. Allerdings nimmt man dieses mal zwei Großmembran-Kondensator-Mikros (wahlweise Bändchen), wobei wichtig ist, dass eines eine Kugel-Charakteristik und das andere eine Achter-Charakteristik aufweist. Die Kapsel des Kugelmikros “schaut” dabei auf die Drums herunter, und zwar genau mittig über der Bassdrum über der Fußmaschine. Das Achter-Mikro sollte nun oberhalb der Kugel so nah und so sauber ausgerichtet wie möglich aufgebaut werden, wobei die Kapsel nicht nach unten, sondern nach links und rechts “schaut”.

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