Homerecording, Mix-Praxis
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#11 | 30 Tage, 30 Tips – Krass komprimierte Vocals

Die Stimme ist sicher eins der dynamischsten „Instrumente“ im Mix, denn von leise gehauchter Ballade bis zu shoutermäßigem Metal in Flugzeuglautstärke ist alles drin. Und nicht nur in den unterschiedlichen Genres, auch in einem einzelnen Song kann man in der Strophe noch ruhig und im Refrain volle Pulle singen. Diese beiden Unterschiede sollte man in der Lautstärke über verschiedene Kanäle für Strophe und Refrain angleichen, wenn aber innerhalb einer Zeile große Lautstärkeunterschiede auftreten, ist meistens Kompression das Mittel der Wahl!

Speziell offene, lang gesungene Vokale wie zum Beispiel das „A“ haben oft viel mehr Energie als geschlossenere Vokale oder Wörter, die im Fluss gesungen werden und um hier adäquat zu reagieren muss man mit dem Kompressor auch schon mal etwas heftiger zupacken. Im Idealfall schafft man es, dass nur die Pegel der lauten Stellen, die man an der Wellenform sehr schnell erkennen kann, vom Kompressor abgefangen werden, damit diese auf das Lautstärke-Niveau der übrigen Wörter gezogen werden.

Unter Umständen muss der Kompressor zu diesem Zweck auch schon mal mit einer Ratio von 4:1 und bis zu einer Pegelreduktion von -8 db stark zupacken. Damit dieser Kompressor aber trotzdem recht unauffällig nur die lauten Stellen abfängt, sollte neben einer mittelschnellen Attackzeit vor allem ein sehr schnelles Release gewählt und der Threshold genau so eingestellt werden, dass eben nur diese lauten Passagen eingefangen werden. Die schnelle Release ist hier der Schlüssel um die Kompression schnell wieder „loszulassen“, damit der Rest des Materials nicht betroffen ist.

Aber neben der vorgenannten Theorie hilft hier nur Praxis, und die siehst und hörst du hier:

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