Homerecording, Mix-Praxis
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#10 | 30 Tage, 30 Tips – Solo in front oder EQ-Einstellungen besser hören

Wenn man wie ich für sehr feine EQ-Einstellungen keine goldenen Ohren hat (oder zu haben glaubt), auf der anderen Seite aber empfohlen wird, dass man EQ-Veränderungen nicht zu krass und am besten nur im Mix vornimmmt, steht man erst mal dumm da. Ich bin ehrlich, so 0,5 db-Tweaks höre ich im besten Fall unterm Kopfhörer und wenn die Spur Solo steht. Aber wenn ich den EQ im Mix einstelle neige ich dazu eher zuviel raus oder reinzudrehen.

Dem kann man natürlich mit einer einfachen Strategie begegne, indem man einfach den EQ so einstellt, dass die Verbesserung man es gerade noch im Mix hören kann und macht dann sicherheitshalber noch mal 1 db weniger. Also nicht -3db, sondern -2 db, oder nicht +3 db, sondern nur +2 db.

Man kann aber auch – wenn man mit Bussen mixt wie gestern beschrieben – ein Gain-Plugin in den Instrumental-Bus laden und diesen mit dem PlugIn einfach um 5 db absenken. Das Ergebnis ist, dass man nun den EQ der Vocals im Mix vornehmen kann, und trotzdem die feinen Veränderungen im Mix besser hört, weil die Musik einfach ein wenig leiser ist! Das Ganze nennt sich dann „Solo in front“ und ist bei Reaper sogar schon eingebaut (Danke für die Info an MWAudioProd!).

Probiert es doch mal aus und lasst mich wissen, ob das Quatsch ist, oder ob es Euch geholfen hat 🙂

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