Homerecording, Mix-Praxis
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#05 | 30 Tage, 30 Tips – Phasenweise richtig

Die Phasenlage einzelner Spuren zueinander ist oft schwierig zu beurteilen und ich staune  immer wieder, wenn jemand zielsicher sagen kann, dass zum Beispiel eine Gitarre in der Phase Schwierigkeiten macht, dann die Phase dreht und dann tatsächlich auch noch recht hat.

Es gibt allerdings ein Instrument, bei dem kann man Phasenprobleme zumindest in der DAW ziemlich einfach erkennen, und das auch noch bevor man es hören muss! Denn speziell ein Schlagzeug wird in der Regel mit mehreren Mikrofonen aufgenommen und da diese nie im selben Abstand zueinander stehen, ergeben sich durch die unterschiedlichen Laufzeiten der Signale auch automatisch unterschiedliche Phasenlagen.

Wenn man nun in die Spuren deutlich reinzoomt und sich die Wellenausschläge der einzelnen Drum-Spuren mal genauer anschaut, sieht man sehr schnell, bei welcher Spur der Ausschlag nach oben oder nach unten geht, denn im Idealfall schwingen alle Signale in die gleiche Richtung. Wichtig ist bei der Bearbeitung, dass man sich einen Fixpunkt nimmt, an dem man alle anderen Spuren ausrichtet und bei mir ist das immer die Snare, da sie im Zentrum des kompletten Sets steht.

Ich achte also darauf, dass – soweit möglich – alle Signale mit der Snare in Phase sind. Und da die Overheads aufgrund der Entfernung zur Snare auch meist zeitlich verzögert sind, passe ich dies neben der Phase gleich noch mit an. Dazu verschiebe ich einfach alle Spuren so, dass sie bei einem Snare-Schlag ungefähr den selben Startpunkt haben und sollte bei einem Signal die Phase falsch herum laufen (was zu Phasenauslöschungen führen wird), dann nehme ich ein kleines Plugin, das nur die Funktion hat, die Phase zu drehen und schon sollte alles passen!

Wichtig dabei ist aber, dass Ihr das Ergbnis immer auch durch Anhören überprüft, denn was nutzt die tollste Phasenschieberei, wenn anschließend der Sound eher schlechter ist, als besser. Also spitzt die Löffel und für die Praxis schaut einfach mal hier:

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